Wirtschaftsverbände wertschätzen


Im November 2025 wurde unser Fraktionsvorsitzender Andreas Nickel bei der von der IHK Frankfurt veranstalteten Podiumsdiskussion deutlich und nahm konkret u.a. Bezug zu den Top 3 – Themen mit dem höchsten Handlungsbedarf der IHK-Standortumfrage. Dabei handelte es sich um die Digitalisierung der Verwaltungsverfahren, die Dauer von Genehmigungsverfahren und die Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommunalpolitik. Letztere misst sich vor allem an den Reaktionszeiten auf Anfragen und Wünsche, die an die Kreisverwaltung bzw. die Rathausspitzen herangetragen werden. Während mitunter in den Redebeiträgen „ideologisch aufgeheizte Luft um die Ecke geschaufelt wurde“, prägte Nickel die Diskussion mit an der Sache und der Interessenslage der Einladenden orientierten Statements. Dies ganz im Sinne unserer Betriebs-philosophie „FWG – Immer Teil der Lösung!“   


Im Portfolio des Main-Taunus-Kreises ist in Sachen Wirtschaftsförderung zumindest reichlich Luft nach oben. Denkbar wäre ein direkter Zugang zu den Strukturdaten des Kreises mit entscheidender Relevanz für ansiedlungs-interessierte Gewerbetreibende. Das rein anonyme Kontaktangebot ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Dezernent sollte zukünftig die Wirtschaftsförderung mit „Gesicht und Stimme“ als Ansprechperson und Troubleshooter vertreten, selbstverständlich auch auf Social-Media-Kanälen. Für spontan von Unternehmen entsandte Geschäftsreisende sind beispielsweise kurzfristige Ausfertigungen internationaler Führerscheine durch die zuständige Kreisbehörde unverzichtbar. Wenn dann – wie zum Jahreswechsel 2025/2026 beklagt – ab Mitte Dezember bis in den Januar hinein keine Termine im Online-Buchungstableau mehr angeboten werden, ist das einfach unbefriedigend. Aber auch in der Kreisstadt Hofheim müssen z.B. die „Wecker für Frühaufstehende“ endlich lautstark klingeln. Investoren, die sich um Termine in aktuellen Gewerbegebietsentwicklungen mit Bürgermeister und Erstem Stadtrat bemühen, sollten – auch in Wahlkampfzeiten – nicht 8 Wochen warten müssen! Klar sind die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer zwei der wenigen Stellschrauben, um im Ergebnishaushalt genehmigungsfähige Planentwürfe aufzustellen. Dabei muss aber immer bedacht werden, dass vorherige Kennzahlenabgleiche auch dieser Bedingungen, Ansiedlungsentscheidungen von Unternehmen maßgeblich mit beeinflussen. Hier bleiben mitunter dann nur „Skills“ wie ein professionelles Kommunikationsmanagement und Verbindlichkeit bei der Zusage entwickelter Perspektiven, um zu Ergebnissen zu kommen.


Schule im Mittelpunkt


Wer könnte besser ein Statement zum Thema Schule und Bildung verfassen als unsere Lehrerin Lilli Becking, die erst im Vorjahr ihre Tätigkeit an der Kelkheimer Eichendorffschule beendete und in ihren wohlverdienten Ruhestand eintrat. Die engagierte Bildungspolitikerin vertritt die FWG Main-Taunus im Kreisausschuss als ehrenamtliche Kreisbeigeordnete. Sogar in der Frühpädagogik kann Lilli Becking mitreden, von 1994 bis 2002 war sie Erzieherin in einer Kindertagesstätte.


Bildung gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Main-Taunus-Kreises. Als Schulträger steht der Kreis in der Verantwortung, moderne Gebäude, verlässliche Strukturen und gute Lernbedingungen zu sichern. Die Freie Wählergemeinschaft Main-Taunus setzt dabei auf realistische, finanzierbare und dauerhaft tragfähige Schulpolitik statt SymboldebattenAls Erfahrungsträgerin habe ich die Fraktion oft zu aktuellen Themen beraten und unterstützen können. 


Aufmerksam und kritisch begleiten wir insbesondere die laufenden Schulbau- und Sanierungsmaßnahmen. Aus der Entwicklung der Schülerzahlen müssen wir mittel- und langfristige Erkenntnisse über die jeweiligen Raumbedarfe ableiten. Auch die Einführung des Ganztagsanspruchs stellt aus meiner Sicht eine große Herausforderung dar. Hier geht es nicht um reine Beaufsichtigung, sondern um qualitativ wertvolle Betreuung. Einen besonderen Fokus legen die Freien Wähler auf die Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen Schulsozialarbeit. Bedarfsgerecht, flexibel mit schneller Reaktionszeit, unter Wahrung fachlicher Standards und mit einem angemessenen Betreuungsschlüssel, nur so kann Schulsozialarbeit präventiv unterstützen und in besonderen Fällen zeitgerecht intervenieren.


Im Rahmen einer praxisnahen Digitalisierung setzen wir uns für eine verlässliche digitale Grundausstattung, stabile Netze und schnellen IT-Support ein. Lehrkräfte dürfen vor allen Dingen nicht allein gelassen werden in der digitalen Lern-Lehr-Umwelt. Operative Unterstützung durch IT-Fachkräfte und digitale Schulcoaches, Fortbildungen sowie die Verfügbarkeit einer attraktiven „Toolbox“, diese alles sind Aspekte, die ein zeitgemäßes Arbeiten auf hohem Niveau ermöglichen. Aber auch in der analogen Welt müssen aber die Faktoren stimmen.


Ein Schülerticket bis in die Oberstufe, Verbesserungen der Aufenthalts-qualität und eine einwandfreie Hygiene der sanitären Anlagen gehören hier zu den erforderlichen Rahmenbedingungen.